meine Gemüsekulturen

Buschbohnen

Bohnen (Phaseolus vulgaris war. nanus) bei uns auch als Fisolen bekannt

Anbau: Die Buschbohne ist sehr frostempfindlich und kann deswegen nur zwischen Anfang Mai und Mitte Juli ausgesät werden. Die Bohnen sollten ca. 2 - 4 cm tief gesät werden mit einem Abstand von 8-10 cm in der Reihe. Ihre Entwicklungszeit dauert 6-7 Wochen, d.h. bei einer Saat Anfang Mai kann Ende Juni mit der Ernte begonnen werden. Den idealen Erntezeitpunkt kann man durch das Brechen einer Bohne feststellen: Die Bohnenhülse sollte glatt brechen, die Bruchstelle grün und saftig sein und die Samen sollten nicht länger als 0,8-1 cm sein. Die Ernte erstreckt sich über einen Zeitraum von 5-8 Tagen, in dieser Zeit sollte man die Bohnen dreimal durchpflücken, d.h. die größten abernten. Bohnen dürfen nur ganz vorsichtig abgepflückt, niemals abgerissen werden, sonst leiden die Pflanzen. Wenn man die Bohnen zu lange am Strauch hängen lässt, bilden sie Fäden aus und werden trocken und hart!

Inhaltsstoffe: Von den enthaltenen Vitaminen ist v.a. Vitamin B6 (Pyridoxin) erwähnenswert. An sekundaren Pflanzstoffen enthalten sie Phenolsäure, Carotinoide und Saponine; Phenolsäuren werden zu den Polyphenolen gezählt.

Verarbeitung: Vorsicht: rohe Bohnen sind giftig! Zur Weiterverarbeitung Stielansatz und Spitze wegschneiden und evtl. Fäden abziehen, dann waschen. Das typische Gewürz für die Zubereitung von Bohnen ist Bohnenkraut; für Eintöpfe sollte reichlich Liebstöckel verwendet werden.

Lagerung/Konservierung: Bohnen können im Kühlschrank 2-4 Tage aufbewahrt werden. Zur Konservierung sehr verbreitet ist das Einkochen; zum Erhalt der wertvollen Inhaltsstoffe eignen sich vor allem Milchsäuregärung und das Einfrieren. Zum Konservieren in Essig wird dieser (besonders gut schmeckt hier Balsamicoessig) etwa zur Hälfte mit Wasser sowie mit Gewürzen (Bohnenkraut, Zwiebeln) gemischt und aufgekocht und mit den etwa 10 Minuten gekochten Bohnen in Gläser gefüllt. Diese werden abgedeckt. Am nächsten Tag solltest du die Flüssigkeit abgießen, erneut aufkochen und kochend heiß über die Bohnen gießen. Die Gläser müssen dann sofort verschlossen werden. Das Trocknen kommt für dicke Bohnen in Frage, die später in Eintöpfen oder Salaten verwendet werden können.

Rezept: 

Picadillo

1 mittelgroße Zwiebel, 2 Zehen Knoblauch, gehackte Petersilie, 2 Sellerie geraspelt, 125g Faschiertes vom Rind, Pfeffer, Salz, 750g grüne Bohnen, 3 mittelgroße Karotten, 3 mittelgroße Kartoffeln

Zwiebel und Faschiertes in Öl anbraten. Sellerie und Knoblauch hinzufügen und dünsten. Bohnen in 5 cm lange Stückchen schneiden und etwas Wasser hinzugeben; außerdem kleingeschnittenen Kartoffeln und Karotten etwa 20 Minuten dünsten, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zum Schluss Petersilie hinzufügen. Auf heißem Reis mit Krautsalat servieren. 

Eichblatt-/ Pflücksalat

Anbau: Die Schnitt- oder Pflücksalate (Lactuca sativa var. crispa) wachsen in Rosettenform ohne Kopfbildung. Bei der Ernte werden bei Pflücksalat entweder die ausgewachsenen Blätter gepflückt - hierbei ist eine Mehrfachernte möglich - oder dien ganze Rosette kann  oberhalb des Bodens abgeschnitten werden. 

Inhaltsstoffe: Salat enthält viel Alpha- und Beta-Carotin, wobei Letzteres im Körper  als Provitamin in Vitamin A umgewandelt werden kann. Alpha- und Beta- Carotin gehören zu den Carotinoiden. Weitere sekundäre Pflanzenstoffe sind Flavonoide und Phenolsäuren.

 

Endivien

Endivien (Cichorium endivia)

Anbau: Der Endiviensalat gehört zu den frostunempfindlichsten Wintersalaten, die bis in den Oktober noch gute Erträge bringen. Sein spätester Auspflanztermin sollte Mitte August sein; bis zur Ernte benötigt er 8-10 Wochen. Der Pflanzabstand beeinflusst die Rosettenausbildung und die Gelbfärbung des Salatinneren: Je weniger Platz eine Endivienpflanze zum wachsen hat, desto mehr wird das Salatinnere zusammengedrückt und wegen Lichtmangels dann gelb statt grün. Grundsätzlich enthalten die gelben Blätter weniger Bitterstoffe als die Grünen. Ideal sind Pflanzabstände von 25-30 cm. Zur Ernte wird die ganze Rosette knapp oberhalb des Bodens abgeschnitten. 

Inhaltsstoffe: Endivien enthält viel Vitamin A in Form des Provitamins Beta-Carotin. Außerem sind relativ viel Vitamin B2, Vitamin C , Kalium und Eisen enthalten.

Verarbeitung: Alle Endivien-Arten haben einen herzhaft-würzigen, angenehm bitteren Geschmack. Endivien eignen sich daher hervorragend für die Zubereitung pikant-delikater Salate. Achten Sie bei der Zubereitung darauf, dass die Endivienblätter zuerst gewaschen und dann geschnitten werden. In umgekehrter Reihenfolge könnte ein großer Teil wertvoller Inhaltsstoffe verloren gehen. Nach dem waschen werden die Endivienblätter in schmale Streifen geschnitten.

Lagerung/Konservierung: Endivien können lange im Freien stehen und vertragen bis -5°C. Die letzten Köpfe können mit den Wurzeln im Keller in feuchten Sand eingeschlagen werden. 

Rezepte:

Gebratene Zitronennudeln mit Endivien
300g Nudeln
300g Endivien
400g Kalbsgeschnetzeltes
Öl zum Braten
Salz, Pfeffer 
60g Bergkäse, in Flocken

Nudeln in siedenden Salzwasser al dente kochen. Endivien in ca. 1 cm breite Streifen schneiden, in der letzten Minute mitköcheln, abgießen, kalt abschrecken, abtropfen lassen. Fleisch kurz anbraten, herausnehmen, würzen, beiseite stellen. Bratsatz mit Wein und Bouillon löschen, auf die Hälfte einkochen, übers Fleisch gießen. Zwiebeln in derselben Pfanne in wenig Butter andämpfen. Nudeln und Endivien zugeben, anbraten. Rahm, etwas Zitronenschale und -saft Oregano sowie Fleisch mit Saft beigeben, aufkochen, abschmecken. In vorgewärmten Schüsselchen anrichten, Käse darüber streuen.

 

Erbsen

Erbsen --> Zuckererbsen (Pisum sativum convar. saccharatum) 

Anbau: Die Zuckererbse bevorzugt ein maritimes Klima mit einem warmen Frühjahr und einem kühlen Sommer. Besonders während der Blüte benötigt sie eine ausreichende Wasserzufuhr, sonst bildet sie kleinere Erbsenschoten aus. Die Erbsen werden mit einem Abstand von ca. 6 cm in einer Tiefe von 3 cm gesät, mit der Aussaat kann im Frühjahr begonnen werden sobald der Boden eine Temperatur von 5°C erreicht hat. Die späteste Aussaat sollte Anfang Juli erfolgen, da die Erbsen mindestens 8 Wochen bis zur Erntereife benötigen. Die Zuckererbse hat einen sehr hohen Zuckergehalt, deswegen wird sie bevorzugt in einem ganz frühen Stadium geerntet. Wenn die Schoten noch ganz flach sind und die Erbsenkörner sich gerade erst gebildet haben, schmecken die Zuckererbsen am Besten. 

Inhaltsstoffe: Zuckererbsen gehören wie alle Hülsenfrüchte zu den proteinreichen Gemüsen. Sie enthalten relativ viel Vitamin C (Ascorbinsäure), Beta- Carotin, das einerseits im Körper in Vitamin A (Retinol) umgewandelt wird und andererseits selbst ein sekundärer Pflanzenstoff ist, der zu den Carotinoiden zählt. Außerdem enthalten sie Vitamin B1 (Thiamin) und Niacin, Vitamin B2 (Riboflavin) und Vitamin B6 (Pyridoxin). An Mineralstoffen sind in bedeutenden Mengen Phosphor, Magnesium und Eisen zu nennen. 

Verarbeitung: Zuckererbsen werden vor der eigentlichen Reife verwendet, wenn die Erbsen noch ganz klein und fein sind. Die gesamte Schote wird verwendet und kann entweder direkt roh gegessen werden - sehr beliebt bei den Kindern - oder leicht gedünstet mit Butter serviert werden. Stielansatz und Spitze werden dafür abgeschnitten; bei großen Schoten müssen die Fäden abgezogen werden.

Lagerung: Sie sollten die Zuckererbsen höchstens 1-2 Tage aufbewahren. 

Rezept:

Kefensalat: 

600g Zuckererbsen, 2 El Essig, Schnittlauch (gehackt), Senf, Pfeffer, Salz, 4El Sonnenblumenöl, 1 Karotte, 6-8 Radieschen

Zuckererbsen in Würzwasser knapp weich kochen (5-10 Minuten), gut abtropfen lassen. Essig und Gewürze mit Schneebesen gut verrühren. Sonnenblumenöl dazu geben, nochmals gut rühren, über die warmen Zuckererbsen gießen und umrühren, 10-15 Minuten ziehen lassen. Karotten und Radieschen in feine Scheiben schneiden. Salat nochmals rühren, mit Karotten und Radieschenscheiben bestreuen und servieren.

Gurke

Gurke (Cucumis sativus) 

Anbau: Die Gurke hat sehr hohe Temperaturansprüche und reagiert mit Kälteschaden schon auf Temperaturen nahe 0°C. Deswegen können nur bestimmte Sorten ins Freiland gesät oder gepflanzt werden. Wichtig ist, dass die Gurken erst nach den Eisheiligen, ab Mitte Mai, ins Freiland gesetzt werden. 

Inhaltsstoffe: Gurken bestehen zu 96% aus Wasser. Sie enthalten bedeutende Mengen an den sekundären Pflanzstoffen Polyphenole und Phytosterine. 

Verarbeitung: Die Schälgurke wird gerne zum Füllen verwendet oder als Senfgurke eingelegt. Da der Eigengeschmack nicht zu stark ist, vertragen Gurken kräftige Zutaten; beispielsweise Schaf- oder Ziegenkäse.

Lagerung/Konservierung: Die typische Aufbewahrungsart für Schälgurken sind Senfgurken. Dafür werden die Gurken geschält, der Länge nach halbiert und das Kerngehäuse wird entfernt. Nachdem sie 2-3 Minuten in kochendes Wasser gelegt wurden, werden sie abgekühlt. Nach dem Abtropfen Gurken kleinschneiden und mit reichlich Senfkörnern in Gläser schichten. Gewürzvariationen von Borretsch über Chili bis hin zu Ingwer sind je nach Geschmack natürlich zusätzlich möglich. Die Gläser werden mit Wasser gefüllt und etwa 25 Minuten bei ca. 85 °C erhitzt. Milchsäuregärung und Einkochen sind ebenso möglich. 

Besonderheiten: Bereits in der Griechen- und Römerzeit wurden Gurken auch bei der Schönheitspflege verwendet. Ihre Wirkung beruht vor allem auf einem durchblutungsfördernden Effekt. 

 

Gurke Darina

Karotten

Karotten (Daucus carota)

Anbau: Karotten können bis Anfang Juli gesät werden. Karotten sollten in einem Abstand von 2-3 cm gesät werden, bei der Aussaat muss man eine kleine Furche ziehen und das Karottensaatgut reinrieseln lassen. Meist liegt die Keimfähigkeit des Saatgutes bei 80%. Bei Karottensaatgut fördert Lichteinfluss die Keimung, also sollte das Saatgut nicht zu tief liegen. Nach vier Wochen sollten die Karotten auf ihren Endabstand vereinzelt werden, außerdem sollte in der Zwischenzeit gejätet werden, da das Unkraut schneller wächst als die Karotte im jungen Stadium. Karotten in Dämme zu setzen ist empfehlenswert, das Anhäufeln ist nach dem Jäten wieder erforderlich. 

Inhaltsstoffe: Die Karotte enthält sehr viel Vitamin A (Retinol) - in Form der pflanzlichen Vorstufe ß-Carotin. Neben ß-Carotin liefert die Karotte relativ viel Eisen.

Verarbeitung: Am gesündesten sind die Karotten roh oder leicht gedünstet. Zur Vorbereitung wird das Laub abgedreht und die Karotten werden gründlich gewaschen und gebürstet. Neben ihrer Verarbeitung in Speisen gibt es auch die Möglichkeit Karotten zu entsaften.

Lagerung Konservierung: Frisch schmecken die Karotten am Besten! Ziehe deshalb nur die Wurzeln heraus, die du brauchst. Im Kühlschrank halten sich Karotten bis zu 4 Wochen. Im Herbst kannst du die restlichen Karotten im Keller schichtweise im Sand lagern. Karotten sollten vor der Lagerung nicht gewaschen werden, da die anhaftende Erde sie am längsten frisch hält. Allerdings solltest du vorher die Blätter abdrehen. Sie lassen sich auch gut durch Milchsäuregärung konservieren oder einkochen.  Zum Einlegen in Essig etwa zur Hälfte mit Wasser sowie mit Gewürzen (Dill, Petersilie, Kerbel) mischen, aufkochen und mit den etwa 10 Minuten gekochten Karotten in Gläser füllen. Diese werden abgedeckt. Am nächsten Tag sollten Sie die Flüssigkeit abgießen, erneut aufkochen und kochendheiß über die Karotten gießen. Die Gläser müssen dann sofort verschlossen werden.

Rezept:

Rueblipraline: 400g Karotten, 200g Haferflocken, 150g Rosinen, 5EL Birnendicksaft, 80g Butter, gemahlene Haselnüsse

Die Karotten fein reiben und mit den Haferflocken, den Rosinen, dem Birnendicksaft und der weichen Butter mischen, kurz kneten und eine halbe Stunde kühl stellen. Etwa wahlnussgroße Kugeln formen und in den Haselnüssen wenden. Die Pralinés lassen sich - kühl gelagert - etwa 3 Tage aufbewahren.

 

Kartoffeln

Kartoffeln (Solanum tuberosum L. ssp. tuberosum)

Anbau: Kartoffeln werden von April bis Mitte Mai gelegt, d.h. die Knollen werden im Abstand von 25-30 cm 10cm tief in den Boden (wir ziehen Dämme) gesteckt. Dazu sollten nur unverletzte und gesunde Knollen verwendet werden. Sobald die Pflanze gekeimt ist und die ersten Laubblätter über der Erdoberfläche erscheinen, sollte die Kartoffelpflanze mehrmals im Laufe des Sommers gehäufelt werden, d.h. die Erde links und rechts vom Damm  an die Pflanze heranziehen und so den bestehenden Damm aufrechterhalten. Dabei lässt sich auch gleich das Unkraut das seitlich am Damm wächst entfernen. Je größer der Damm ist, desto mehr Knollen kann die Kartoffel bilden. Ab August können die Kartoffelstauden ausgegraben werden, dazu sollte man mit einem Spaten den Damm umgraben; nur durch Ziehen an den oberirdischen Pflanzenteilen würden viele kleinere Knollen im Boden verbleiben. Wenn man die Kartoffeln einlagern will, sollte man das Welken des Kartoffelkrautes abwarten, dann ist das Wachstum der Knollen abgeschlossen. Die Ernte sollte bei trockenem Wetter stattfinden. Damit die Schale der Knollen etwas nachhärtet und so gegen Verletzungen und Lagerschäden unempfindlicher ist, sollten die Kartoffeln noch 1-2 Tage bei Tageslicht abtrocknen.

Inhaltsstoffe: Kartoffeln enthalten hochwertiges Protein, viel Vitamin C (Ascorbinsäure) und als sekundäre Pflanzenstoffe Polyphenole und Protease-Inhibitoren.

Verarbeitung: Die Verwertungsmöglichkeiten für Kartoffeln sind sehr variabel: Bratkartoffel, Kartoffelsalat, Mehlspeisen mit Kartoffeln, Gnocchi, Knödel, Püree, usw. 

Grün verfärbte Kartoffeln dürfen nicht gegessen werden, da sie das Gift Solanin enthalten. Es reicht aber, die entsprechenden Stellen herauszuschneiden bzw. tritt das Solanin beim Kochen ins Wasser über, darf dieses natürlich nicht weiter verwendet werden. Kartoffeln werden mit Petersilie, Kerbel oder Muskatnuss geschmacklich verfeinert; für Kartoffelsalat wird auch gern Kümmel eingesetzt.

Lagerung/Konservierung: Die typische Konservierungsart ist das Lagern. Kartoffeln sollten in einem luftigen, möglichst etwas feuchten Raum bei Temperaturen um 7°C aufbewahrt werden. Der Lagerraum muss unbedingt dunkel sein. Ideal sind hier die Keller in den alten Häusern. Wird es zu warm, keimen die Kartoffeln schnell. Auch sollten die Kartoffeln trocken sein und nach Möglichkeit nicht mit Äpfeln in einem Raum gelagert werden. Am besten kaufst oder baust du dir eine Kartoffelkiste. Achte darauf,  dass die Kartoffeln keinen Frost abbekommen, weil sie sich sonst im Geschmack verändern. 

Rezepte findest du unter: http://www.morgentau.at/rezepte

Kohlrabi

Kohlrabi (Brassica oleracea convar. acephala var. gongyloides)

Anbau: Der Kohlrabi hat eine kurze Kulturdauer: Von der Pflanzung bis zur Ernte vergehen im Sommer nur 7-8 Wochen. In dieser Zeit benötigt er allerdings eine regelmäßige Wasserversorgung, da durch Schwankungen der Bodenfeuchte ein Platzen der Knollen gefördert wird. Der späteste Pflanztermin für Kohlrabi ist Anfang August. Sein Pflanzabstand sollte 25 cm betragen. Ein Kohlrabi ist erntereif, wenn die Knolle etwa 8 cm Durchmesser hat. Verpasst man den optimalen Erntezeitpunkt, wird die Knolle schnell holzig. Zur Ernte muss der Kohlrabi mit einem scharfen Messer direkt unterhalb der Knolle abgeschnitten werden. Schneidet man zu tief, kommt man in den verholzten Bereich der Sprossachse, der kaum zu durchschneiden ist.

Inhaltsstoffe: Kohlrabi enthält Vitamin C (Ascorbinsäure) und Vitamin B6 (Pyridoxin). In Kohlrabi kommen auch relativ viel Kalium und Magnesium vor. An sekundären Pflanzstoffen sind in Kohlrabi Glucosinolate enthalten und Flavonoide, die zu den Polyphenolen gezählt werden.

Verarbeitung: Die Blätter werden abgezogen, nicht abgeschnitten. Sie enthalten viel Eisen und sollten mit verwendet werden. Vom unteren Stängelansatz her wird die Schale abgezogen. Gerade Kinder essen sehr gerne rohe Kohlrabi; sie können aber auch gedünstet werden.

Lagerung/Konservierung: Kohlrabi verwendest du am besten frisch; im Kühlschrank lässt er sich gut einige Zeit aufbewahren. Für die längerfristige Lagerung werden die Blätter bis zu den Herzblättern entfernt und der Kohlrabi wird in den feuchten Sand eingeschlagen. So hält er sich einige Wochen. Außerdem kommt zum Konservieren die Milchsäuregärung in Frage.

Rezept: 

Gefüllte Kohlrabi mit Sesam-Zitronensauce: 

2 mittelgroße Kohlrabi, 400g Kartoffeln, 2 große Karotten, 1 Zwiebel, 150ml Gemüsesuppe, Kräutersalz, schwarzer Pfeffer, 2 EL Sesammus, 2-3 EL Zitronensaft, 1 Bund Petersilie, 3 EL Schlagobers

Die Kohlrabi schälen und in wenig Wasser ca. 20 Minuten dünsten, anschließend herausnehmen und abkühlen lassen. Mit einem Kugelausstecher oder einem Löffel aushöhlen, die Kohlrabimasse aufheben. Kartoffeln und Karotten schälen, in grobe Würfel schneiden, Zwiebel würfeln, andünsten, Kartoffeln, Kohlrabimasse und Karotten dazu geben, mit Gemüsesuppe aufgießen. Mit Salz und Pfeffer würzen und ca. 15 Minuten köcheln lassen. Mit Sesammus und Zitronensaft abrunden. Klein gehackte Petersilie und Schlagobers einrühren. Ausgehöhlte Kohlrabi mit der Masse füllen und in einer Auflaufform bei 200°C im Backofen noch etwas erwärmen. Restliche Masse als Sauce mit in die Form geben. 

Kopfsalat

Kopfsalat (Lactuca sativa var. capitata)

bildet einen mehr oder weniger festen Kopf aus. Bei der Ernte wird bei Kopfsalat der ganze Kopf kanpp oberhalb des Bodens abgeschnitten. Der Kopfsalat braucht von der Pflanzung bis zur Ernte ca. 8 Wochen. Der optimale Erntezeitpunkt ist durch Abtasten zu erfühlen, wenn sich der Kopf fest anfühlt, sollte der Salat innerhalb einer Woche geerntet werden. Sonst beginnt er einen Blütentrieb zu bilden, der sich im inneren des Kopfes langsam den Weg nach oben bahnt, dadurch beginnt der Kopf innerlich zu faulen. 

Inhaltsstoffe: Kopfsalat enthält viel Alpha und Beta-Carotin, wobei Letzteres im Körper als Provitamin in Vitamin A umgewandelt werden kann. Weitere sekundäre Pflanzenstoffe, die Kopfsalat liefert, sind Flavonoide und Phenolsäuren, die zu den Polyphenolen zählen. 

Verarbeitung: Vor dem Waschen werden die Blätter abgezogen, um sie von Ungeziefer und Erde zu befreien. Das Dressing wird dem Kopfsalat erst direkt vor dem Servieren beigegeben, weil er sonst schnell welk wird.

 

Kürbis

Hokkaido und Butternuss

Anbau: Da der Kürbis sehr frostempfindlich ist, kann er nicht vor den Eisheiligen Mitte Mai ausgepflanzt werden. Zu einer optimalen Entwicklung braucht er viel Wärme und viel Wasser. Fast alle Kürbisarten haben eine rankende Wuchsform, d.h. sie benötigen mindestens 1 m2 Platz, meist sind ihre unterirdischen Wurzeln sogar noch mehr ausgebreitet als die oberirdischen Ranken. An Pflegemaßnahmen sollte bei den jungen Pflanzen regelmäßig das Unkraut entfernt werden, es steht sonst in direkter Konkurrenz hinsichtlich des Wasserangebots. Jede Kürbispflanze kann bei optimalen Wachstumsbedingungen mehrere Früchte ausbilden. Im August können die ersten kleineren Kürbisse (Hokkaido) geerntet werden. Zum Einlagern sollten die Kürbisse bei gutem, trockenem Wetter geerntet werden, sie fangen dann im Lager nicht so leicht zu faulen an. Der Stiel sollte noch ca. 10 cm lang sein und die Kürbisfrucht darf keine äußeren Verletzungen an der Schale haben. Die ersten Wochen sollten die Früchte eine Raumtemperatur von mindestens 24 °C haben, dann kann sich ihre Schale verhärten und sie kann nachreifen, danach sind Lagertemperaturen von 10-13°C optimal. Bei guten Lagerbedingungen können Hokkaidos bis zum Frühjahr, Butternuss sogar bis zum Sommer aufbewahrt werden.

Inhaltsstoffe: Kürbisse enthalten relativ viel Vitamin A (Retinol) in seiner pflanzlichen Vorstufe  Beta-Carotin. Neben den Carotinoiden sind Phenolsäuren, die zu den Polyphenolen zählen, und Phytosterine enthalten.

Verarbeitung: Aus dem frischen Fruchtfleisch von Kürbissen kannst du Suppe oder Kompott zubereiten. Die meisten Kürbisse kannst du mit der Schale verwenden, nur der Stielansatz muss herausgeschnitten werden. Die Früchte werden in Schnitze unterteilt, damit die Kerne herausgelöst werden können. Als passendes Gewürz eignet sich vor allem Ingwer. 

Lagerung/Konservierung: Kürbisse lassen sich sehr lange in kühlen, frostfreiem Räumen lagern. Am besten hängst du sie einzeln in Netzen oder Tüchern auf, so dass keine Druckstellen entstehen, an denen sich leicht Fäulnis bildet. Auch das Konservieren per Milchsäuregärung ist möglich. Du kannst Kürbisse auch in Essig lagern. Nimm 1/2 Liter Essig für 2 kg Kürbisfleisch. Zusammen mit Gewürzen ( Zimt, Gewürznelken, Zitrone ) wird der Essig aufgekocht und mit dem Kürbis in Gläser gefüllt. Diese werden abgedeckt. Am nächsten Tag solltest du die Flüssigkeit abgießen, erneut aufkochen und die Kürbiswürfel werden mitgekocht, bis sie glasig sind. Danach werden sie in Gläser gefüllt und mit dem noch einmal aufgekochten Sud bedeckt. Die Gläser müssen dann sofort verschlossen werden.

Rezepte: 

Kürbissuppe: 800g Kürbisfleisch, 250g Esskastanien, 1 l Kalbs- oder Hühnersuppe, 1 Zwiebel, Butter, 200 ml Schlagobers, Salz und Pfeffer

Das Kürbisfleisch würfeln, 5 EL davon zurückbehalten, Zwiebel fein hacken, in Butter anschwitzen und mit der Suppe aufgießen. Kürbiswürfel dazu geben und weich kochen. Esskastanien schon vorher zubereiten, dabei ritzt man die Schale kreuzweise ein und röstet die Kastanien auf dem Backblech etwa eine Dreiviertelstunde im Ofen, danach lässt sich das Kastanieninnere leicht aus der Schale lösen. Die Esskastanien klein hacken und zur Suppe geben, mitkochen. Wenn alle Zutaten weich gekocht sind, die Suppe pürieren, den Schlagobers zugeben und würzen. Die zurückbehaltenen Kürbiswürfel kurz blanchieren und auf der Suppe als Dekoration verteilen.

Kürbisgemüse mit Topfenhaube: 1kg Kürbisfleisch, 400ml Apfelsaft, 1Msp. gemahlene Nelken, 1 Tl gemahlener Ingwer, Salz,1 El Butter, 1 Zucchini, 250g Topfen (Mager), 1 Eigelb, Pfeffer, 1 El Sonnenblumenkerne

Kürbis würfeln und mit Apfelsaft, Nelke, Ingwer und Salz in einem Topf ca. 15 Minuten garen, abgießen und Kochwasser auffangen. Eine flache Auflaufform mit Butter einfetten, Zucchini in Stifte schneiden und mit Kürbiswürfeln in die Form füllen. Topfen mit Eigelb, 7 EL Kochwasser, Salz und Pfeffer verrühren. Topfenmasse über das Gemüse gießen und im vorgeheizten Backofen bei 200 °C ca. 20 Minuten überbacken. Kürbisgemüse mit Sonnenblumenkernen bestreut servieren.

Paprika

Paprika (Capsicum)

Anbau: Sobald kein Frost mehr droht und sich der Boden erwärmt, wird Paprika gepflanzt. Den meisten Pflanzen genügt ein Pflanzabstand von 40 cm, Setzen Sie die Pflanze tief in die Erde, dann können sie an der Basis zusätzliche Wurzeln bilden. Die meisten Paprikasorten liefern im Freien sehr gute Erträge, wenn ihre Grundbedürfnisse gestillt werden - dazu zählen ausreichend Wasser, möglichst wenig Wind und eine nährstoffreiche, lockere Erde. 

Der Erntezeitpunkt ist Geschmacksache, zumindest bei den Gemüsesorten: Grüne Paprika ist nur deshalb grün und leicht herb im Geschmack, weil sie im August unreif geerntet werden. Wenn sie den mildsüßen Genuss vollreifer und voll ausgefärbter Paprika bekommen möchten, brauchen Sie Geduld und eine günstige Witterung.

Inhaltsstoffe: Mit bis zu 150 mg pro 100 g ist schon der Vitamin C Gehalt grüner Paprika dreimal so hoch wie bei Zitronen. In ausgereiften roten Sorten, sind sogar bis zu 400 mg pro 100 g möglich. Das Alkaloid Capsaicin, das für die Schärfe der Gewürzsorten verantwortlich ist, fehlt den Gemüsesorten. Es steckt vor allem in den weißen Scheidewänden und weniger im Fruchtfleisch. 

Lagerung/Konservierung: Paprika halten sich im Kühlschrank schon sehr lange. Länger aber noch halten sie sich  in einem nicht ganz so kühlen Keller. Zur Konservierung kann man sie einfrieren oder in Essig bzw. Öl einlegen. 

Pastinaken

Pastinake (Pastinaca sativa)

Anbau: Zur Ernte im Herbst können Pastinaken nur bis Anfang Mai gesät werden. Sie keimen sehr langsam und sind oft erst nach drei Wochen zu sehen. Da sie langsam wachsen, müssen sie im jungen Stadium von Unkraut freigehalten werden. Die Pastinakenblätter können im Hochsommer in Verbindung mit Sonnenlicht Verbrennungen verursachen. Deswegen nur bei bedecktem Himmel an den Pastinaken arbeiten! Sie werden bis zu 40 cm lang und 800 g schwer und können ab September geerntet werden. Zur Einlagerung sollten sie erst Ende Oktober geerntet werden, die Rüben in der Erde sind frosthart.

Inhaltsstoffe: Frische Pastinaken enthalten Vitamin C (Ascorbinsäure), Vitamin B2 (Riboflavin) und Vitamin B6 (Pyridoxin). An Mineralstoffen sind relativ viel Zink und Phosphor enthalten.

Verarbeitung: Die Pastinake wird winterhart und entfaltet ihren vollen Geschmack erst nach dem ersten Kälteschock. Pastinaken können ähnlich wie die Karotten oder Sellerie zubereitet werden, wobei auch ihr Kraut zum Einsatz kommen kann. Neben der Verwendung im Eintopf oder als Beilage können sie als Salat mit Essig und Öl angemacht werden.

Lagerung/Konservierung: Die Pastinake ist frosthart und kann bis zum Ende der Saison im Boden bleiben. Im Kühlschrank hält sie sich 1-2 Wochen. Später sollten sie in einem feuchten Keller oder alternativ in einer Kiste mit feuchtem Sand gelagert werden. Dazu gräbst du sie vorsichtig aus und drehst das Laub ab. Außerdem kommen sie Milchsäuregährung und das Einkochen in Frage. 

Besonderheiten: Pastinaken sind besonders magenschonend. Sie werden daher gern als Brei für Baby- oder Diätnahrung verwendet.

Rezepte findest du unter http://www.morgentau.at/rezepte

Porree

Porree/Lauch (Allium porrum)

Porree sollte im Abstand von ca. 10 cm gepflanzt werden; eine Pflanzung ist bis Ende Juni möglich. Beim regelmäßigen Hacken sollte immer leicht angehäufelt werden, dann wird sein Schaft länger. Er hat einen hohen Wasserbedarf, besonders in seiner Hauptwachstumsphase im Juli und kurz nach der Pflanzung, da er ohne Erdballen gepflanzt wird. Seine Kulturdauer beträgt 16-20 Wochen, d.h. ab Mitte August können die ersten Porreepflanzen geerntet werden. Dazu muss man einen Spaten neben dem Porree tief  einstechen und den Porree leicht raushebeln, je nach Länge des Schaftes bricht er sonst ab. Knapp unterhalb des Schaftes kann mann mit einem Messer die Wurzeln abschneiden und diese gleich am oder im Boden lassen. Beim Porree können alle Blätter mitgegessen werden.

Inhaltsstoffe: Porree enthält Vitamin A (Retinol) in seiner pflanzlichen Vorstufe Beta-Carotin. Beta-Carotin ist ein Sekundärer Pflanzenstoff (SPS) und gehört zu den Carotinoiden. Außerdem enthält Porree die SPS Flavonoide und Phenolsäuren, die zu den Polyphenolen gehören.

Verarbeitung: Die Würzelchen werden entfernt und die getrockneten Blätter zurückgeschnitten. Der Porree sollte längs halbiert und gründlich gewaschen werden, da sich zwischen den Blättern viel Erde sammelt. Angeschnittener Porree muss bald verwendet werden, da er sonst bitter werden kann. Porree wird wegen seines würzigen, leicht scharfen Geschmacks gerne als Würzmittel, v.a. in Suppen und Eintöpfen, eingesetzt. Gedünstet passt er zu vielen Fleisch oder Fischgerichten. Auch im Salat wird er gerne verwendet; reine Lauchrohkost ist jedoch wegen des scharfen Geschmacks nicht jedermanns Sache.

Lagerung/Konservierung: Porree lässt sich lange im Kühlschrank aufbewahren. Außerdem kann er in einer Kiste mit feuchtem Sand an einer frostgeschützten Stelle längere Zeit gelagert werden.

Besonderheiten: Porree wirkt verdauungsfördernd und schleimlösend. Schon Kaiser Nero hat im alten Rom um der Gesundheit willen Porree-Tage eingelegt und war so begeistert von diesem Gemüse, dass er zur Stärkung seiner Stimme einnahm, dass es ihm den Spitznamen "porrophagus" (Lauchesser) eingetragen hat. 

Rezept:

Kartoffelwaffeln mit Lauch
1 Stange Lauch
400 g Kartoffeln
4 EL geriebener Emmentaler
2 Eier
3 EL süße Sahne
2 EL Mehl oder Stärke
Salz, Pfeffer
1 Knoblauchzehe
3 EL Sauerrahm
1 EL Kräuter

Lauch in feine Ringe schneiden und kurz blanchieren. Kartoffeln reiben und mit Lauchringen, Emmentaler, Ei süßer Sahne und Mehl vermengen. Kartoffel-Lauch-Masse mit Salz und Pfeffer würzen, in Waffeleisen gold-braun backen. Knoblauchzehe fein hacken, mit Sauerrahm und Kräutern vermengen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und zu den Waffeln servieren. 

Radischen

Radieschen (Raphanus sativus var. sativus)

Anbau: Radieschen haben eine kurze Kulturzeit von 25-30 Tagen, sie keimen schnell und sind bereits 4 Tage nach der Aussaat mit ihren Keimblättern zu sehen. Die Samen müssen 1-1,5 cm tief gesät werden. In der Reihe benötigen sie einen Abstand von 2 cm, sonst haben die nicht genug Platz um eine Knolle auszubilden. Bei trockenem Wetter können die Erdflöhe an den Blättern einen Schadfraß verursachen, dies beeinträchtigt jedoch nicht den Geschmack der Radieschen. Grundsätzlich gilt: Je mehr Wasser, desto milder sind sie im Geschmack. Sie sind erntereif, wenn sie einen Durchmesser von etwa 3 cm erreicht haben: Im Frühjahr hat man dann 10 Tage Zeit, um die Radieschen abzuernten, im Sommer nur 4 Tage. Danach fangen die Radieschen relativ schnell an, holzig und pelzig zu werden, die Blätter beginnen sich zu strecken und eine Blüte wird gebildet.

Inhaltsstoffe: Radieschen enthalten viel Vitamin C (Ascorbinsäure) und Eisen. Sie liefern außerdem Glucosinulate, die ihr den typisch scharfen Geschmack verleihen. Flavonoide und Phenolsöuren, die beide zu den Polyphenolen zählen.

Verarbeitung: Nach der Ernte wird das Laub abgedreht; anschließend werden die roten Wurzelknollen gewaschen. Zur Weiterverwendung werden die Wurzelhäarchen und der Blattansatz herausgeschnitten.

Lagerung/Konservierung: Radieschen sollten frisch verwendet werden, da sie nach einiger Zeit holzig werden.

Rezepte:

Käsecrème mit Schuss
150 g milder Edelpilzkäse
150 g Frischkäse
4 EL Milch
4 EL Kirschwasser
50g Wallnüsse
2 Bd. Radieschen
2 kleine Gurken
200 g Staudensellerie
4 Tomaten
Pfeffer

Käse und Milch verrühren, mit Kirschwasser und Pfeffer abschmecken; die Hälfte der Walnüsse hacken und über die Crème streuen. Gemüse schneiden und auf einer Platte anrichten. Zum Verzehren Gemüse in die Crème dippen.

Radieschen-Kresse-Suppe
2 Eier
1 mittelgroße Zwiebel
2 Bund Radieschen
30 g Butter
30 g Mehl
200 g Schlagsahne
Salz
weißer Pfeffer 

1 Kästchen Kresse
1/2 l Gemüsebrühe
1-2 TL geriebener Krenn 

Eier in ca. 10 Minuten hart kochen. Mit kaltem Wasser abschrecken. Inzwischen Zwiebel schälen und fein hacken. Radieschen putzen, waschen und in sehr dünne Scheiben schneiden. Fett erhitzen. Zwiebel und Radieschenscheiben darin andünsten. Mehl darüber stäuben und kurz anschwitzen. Brühe und Sahne unter ständigem Rühren zufügen und aufkochen lassen. Mit Salz, Pfeffer und Krenn fein abschmecken. Kresse waschen, kurz abschneiden und in die Suppe rühren. Eier schälen und bis auf einige Scheiben zum Garnieren fein hacken. Suppe in vorgewärmten, tiefen Tellern anrichten. Gehacktes Ei darüber streuen. Mit Eischeiben garnieren. 

 

Rote Rüben

Rote Rüben haben eine lange Entwicklungszeit, deswegen empfiehlt sich keine Aussaat mehr ab Juli. Je enger die Pflanzen in der Reihe stehen, desto mehr Zeit benötigen sie um eine Knolle zu bilden. Ideal sind Pflanzenabstände von 2-6 cm, die Aussaattiefe sollte 2 cm betragen. Auf den Parzellen können ab Juli kleine Knollen geerntet werden. 

Inhaltsstoffe: Rote Rüben enthalten viel Folsäure, Flavonoide, die zu den Polyphenolen zählen und ihnen die rote Farbe verleihen.

Verarbeitung: Nach der Ernte sollten die Blätter der Roten Rübe vorsichtig abgedreht werden; niemals abschneiden. Wird die Knolle verletzt, läuft der kostbare rote Saft aus. Deshalb sollte sie nach Möglichkeit auch im Ganzen gekocht und erst nach dem Kochen geschält werden. Rote Rüben können auch entsaftet werden. Vorsicht: die Rote Rübe verändert ihren Geschmack, wenn sie Frost ausgesetzt wurde. 

Lagerung/Konservierung: Im Kühlschrank lässt sich die Rote Rübe einige Zeit lagern. Wie alle Wurzelgemüse wird sie am besten in einem feuchten Keller oder in einer Kiste mit feuchtem Sand gelagert. Dafür sollte sie vorsichtig ausgegraben und das Laub etwa 3 cm über dem Wurzelansatz entfernt werden. 

Rezepte:

Rote-Rübe-Salat mit Apfelwein Vinaigrette
800g Rote Rüben
2 herbe Äpfel
Zitronensaft

100 g Kürbis- oder Sonnenblumenkerne
Salz, Pfeffer
Kürbiskernöl
1/8 l Apfelwein

Die Rote Rüben ungeschält in Salzwasser gar kochen, schälen und in feine Stücke oder Scheiben schneiden. Geschälte Äpfel in feine Stücke schneiden, sofort mit Zitronensaft übergießen, sonst werden sie braun. Geschälte Kürbis- oder Sonnenblumenkerne in einer ungefetteten Pfanne röstn, zu den Äpfeln und den Roten Rüben geben. Aus Kürbiskernöl, Apfelwein, Salz und Pfeffer eine Vinaigrette rühren und über den Salat geben. 

Rote Suppe
20 g Butter
1 Zwiebel
750 g Kartoffeln
Thymian, Salz, Pfeffer und evtl Kümmel
750 g Rote Rüben
3/4 l Wasser
1 Knoblauchzehe

Die gehackte Zwiebel in Butter anbraten; die bereits gekochten Kartoffeln und die Roten Rüben schälen und in kleine Würfeln schneiden und hinzufügen. Kurz mitdämpfen , dann mit Wasser ablöschen. Gepresste Knoblauchzehe beigeben und etwa 20-30 Minuten sieden lassen; mit den Gewürzen abschmecken. Zur Roten Suppe wird Vanillejoghurt oder Krenntopfen gereicht. 

 

Rotkraut / Weißkraut

Rotkraut unterscheidet sich vom Weißkraut nicht nur in seiner Färbung, sondern auch in seinem Wachstumstempo. Er wächst etwas langsamer und im Durchschnitt bleiben seine Köpfe etwas kleiner als beim Weißkraut. Rotkraut braucht wie Weißkraut einen Abstand von ca. 30 cm in der Reihe.  Als Pflegemaßnahmen sollte man das Kraut regelmäßig hacken und dabei etwas anhäufeln, d.h. den Krauthals etwas mit Erde anschütten. Dadurch kann der Befall der Kohlfliege etwas gesenkt werden, die bevorzugt am unteren Halsabschnitt ihre Eier ablegt. Alle Krautsorten brauchen eine gute Wasserversorgung um ausreichend große Köpfe zu bilden.  Ab August kann das Kraut geerntet werden, wenn sein Kopf geschlossen ist und sich beim Händedruck fest anfühlt. Dann wird der Kopf mit einem Messer vom Strunk getrennt, sowohl der Strunk  als auch die älteren Umblätter werden nicht mitgegessen. Lässt man die Krautköpfe zu lange auf dem Feld stehen, platzen sie auf und fangen unter den obersten Blättern an zu schimmeln.

Inhaltsstoffe: Rotkraut enthält neben sehr viel Vitamin C, Vitamin E, Flavonoide, Phenolsäuren - Sekundäre Pflanzenstoffe, die zu den Polypheoneln gezählt werden -, Glucosinulate und Phytosterine.
Weißkraut liefert im frischen und unverarbeiteten Zustand Vitamin C, Vitamin E und Folsäure. Es enthält außerdem, wie viele Kohlarten, die Sekundären Pflanzenstoffe (SPS) Glucosinulate. Sie verleihen dem Weißkraut den typischen Geschmack.

Verarbeitung: Zunächst werden die äußeren Blätter des Rotkrauts und Weißkrauts abgeschnitten und gewaschen; angetrocknete Stellen werden dabei entfernt. Dann wir der Kopf halbiert oder geviertelt und der Strunk entfernt. Wenn Sie Rotkraut als Salat verwenden, sollte dieser immer schnell mit der Vinaigrette vermischt werden, damit die schöne rote Farbe erhalten bleibt. Außerdem braucht er einige Zeit um die Vinaigrette aufzunehmen. Rotkraut sollte mit nur wenig Wasser gedünstet werden, damit er seinen vollen Geschmack erhalten kann. Geben Sie etwas Zwiebeln, einen sauren Apfel und Nelken hinzu.
Das typische Gewürz bei der Zubereitung von Weißkraut ist Kümmel, der zudem seine Verdaulichkeit verbessert. 

Lagerung/Konservierung: Im Kühlschrank  kann Rotkraut und Weißkraut etwa 14 Tage aufbewahrt werden. Zum langfristigen Lagern können die Kohlköpfe mit Wurzeln ausgegraben werden, an den Strünken zusammengebunden und an einem kühlen, feuchten Ort (Keller) an Drähten oder Balken Kopfunter aufgehängt werden. Die einzelnen Köpfe sollten sich dabei nicht berühren. Lassen Sie die Außenblätter dran, wenn sie keine Faulstellen aufweisen, weil sie den Kopf gegen Verdunstung schützen. Köpfe ohne Strünke können Sie in ein Regal im feuchten Keller legen; sie sollten dabei ab und zu umgedreht werden, damit sie nicht schimmeln. In sehr trockenen Kellern können Sie die Köpfe in eine gelochte Folie einschlagen; allerdings sollte es dann nicht zu warm sein, weil das Kraut sonst schimmelt. Eine sehr verbreitete Form zur Konservierung von Weißkraut ist die Herstellung von Sauerkraut durch Milchsäuregärung.

Besonderheiten: Wenn Rotkraut in einem Gefäß aus Aluminium zubereitet wird, verfärbt er sich blaugrau.
Weißkrautblätter wirken entzündungshemmend, wenn sie auf die Haut aufgelegt werden; besonders gut kommen sie bei einer Brustentzündung stillender Frauen zum Einsatz.

Rezept

Rotkohlsalat mit Kürbis und Haselnüssen
1 kleiner Rotkohl
300 g gewürfelter Kürbis
100 g gehackte Haselnüsse
Salz, Pfeffer
milder Essig
Nussöl

Das Rotkraut fein raspeln, in reichlich Wasser mit Salz und Butter bissfest kochen. Den Kürbis blanchieren, aus Haselnüssen, Salz, Pfeffer, Essig und Nussöl eine Vinaigrette rühren; Rotkohl mit Kürbis vermengen, Vinaigrette darüber gießen und durchziehen lassen. 

Bunter Krautsalat
300g Weißkraut
1 große Karrotte
1 Paprika
1 Zwiebel
30 g Rosinen
1 EL gehackte Petersilie
2 EL Obstessig
2 EL Ölivenöl
Salz
30 g Sonnenblumenkerne oder Erdnüsse

Weißkraut in feine Streifen schneiden oder hobeln, Karrotten raspeln, Paprika und Zwiebeln fein würfeln, Rosinen sowie gehackte Petersilie zugeben. Aus Obstessig, Olivenöl und Salz eine Vinaigrette herstellen, über den Salat geben und alles gut vermischen. Sonnenblumenkerne oder Erdnüsse in einer Pfanne ohne Fett rösten und kurz vor dem Servieren über den Salat geben. 

 

Tomaten

Tomaten (Lycopersicon pimpinellifolium)

Inhaltsstoffe: Tomaten enthalten Vitamin C, die Carotinoide Beta-Carotin und in großen Mengen Lycopin, das ihnen ihre rote Farbe verleiht. Als weitere Sekundäre Pflanzenstoffe sind Phenolsäuren, Phytosterine und Terpene enthalten.

Verarbeitung: Die Verarbeitungsmöglichkeiten für Tomaten sind äußerst vielfältig. Passende Gewürze für Tomaten sind alle typischen Kräuter des Südens; Oregano entfaltet den typischen Pizzageschmack; Rosmarin gehört zu Ketchup. Als passendes Kraut eignet sich vor allem Basilikum; dazu noch Mozarella und Balsamicoessig und der Genuss ist perfekt. Die kleinen Tomaten verführen natürlich dazu, sie direkt von der Pflanze in den Mund zu stecken, gerade Kinder mögen das sehr.

Lagerung/Konservierung: Nach der Ernte sollten Tomaten innerhalb der ersten 3-4Tage aufgebraucht werden. Bei der Lagerung sollte man beachten, dass Tomaten ein Gas abgeben, das Obst und Gemüse reifen lässt. Tomaten vertragen überhaupt keinen Frost. Grüne Tomaten, die vor dem Einsetzten von Frost geerntet werden, können noch nachreifen.  Schneiden sie dafür den ganzen Zweig ab. Sie können ihn in einem frostfreiem Raum lagern und je nach Bedarf die Früchte an einem warmen, aber dunklem Ort nachreifen lassen; möglichst nicht unter direkter Sonneneinstrahlung. In Essig eingelegt - am besten Balsamicoessig im Verhältnis 50:50 mit Wasser - können Tomaten für den Winter als Tomatensalat aufgehoben werden. Eingekocht werden können sie entweder im Ganzen (wobei es sich empfiehlt die vorher zu schälen) oder als Tomatenmark bzw. Ketchup. In Scheiben geschnittene Tomaten lassen sich zudem gut trocknen. In einem Mörser kann man sie zu Pulver zerdrücken und im Winter an Stelle von Tomatenmark verwenden. 

Rezept

Süßes Tomaten-Chutney
1 Zwiebel, fein zerkleinert

400 g Tomaten
125 g Rosinen
1 EL gemahlener Ingwer
2 TL Salz
50 g Vollrohrzucker
50 ml Essig
1/8 TL gemahlener Cayennepfeffer

Die Zutaten werden gemischt und in einer Kasserolle aufgekocht. Vorsicht mit dem Cayennepfeffer, der sehr scharf ist! Etwa eine Stunde ziehen lassen, bis die Zwiebeln sich braun verfärben. Dann in sterilisierte 250-ml-Einweckgläser geben, verschließen und 5 Minuten im kochenden Wasser einsieden.

 

Zucchini

Zucchini (Cucurbita pepo)

Anbau: Zucchini ist auch eine Kürbisart und somit sehr frostempfindlich. Sie hat keine sehr lange Entwicklungszeit, sodass man sie sogar bis Ende Juni ins Freiland säen kann. Dazu legt man ein bis zwei Samen ca. 5 cm tief in den Boden, im jungen Stadium sollte man die Zucchini unkrautfrei halten. Sie haben einen hohen Wasserbedarf, kommen jedoch auch längere Perioden ohne Regen aus und gleichen dies durch weniger Fruchtansatz aus.  Die Zucchini wachsen buschig, nicht rankend, wie die anderen Kürbisarten, benötigen aber trotzdem 0,5 -1 m2 Platz. Die Früchte werden geerntet, wenn sie etwa 20 cm lang sind, dann sind sie noch sehr zart und man kann sie komplett sowohl roh, als auch gekocht essen. Zur Ernte schneidet man den Stiel mit einem Messer durch oder "dreht" die Zucchini ab. Wenn die Zucchini länger und größer werden, werden Schale und Kerne härter, sodass man diese nicht mehr mitessen kann.

Inhaltsstoffe: Die Zucchini enthält Beta-Carotin, Vitamin C, Niacin, Eisen und sehr viel Vitamin B1. An Sekundären Pflanzenstoffen sind insbesondere Phenolsäurenm die zu den Polyphenolen zählen, enthalten.

Verarbeitung: Besonders gut schmecken die Zucchini, wenn sie zwischen 10 und 20 cm lang sind. Essbar sind sie aber auch in allen anderen Wachstumsstadien. Verwertet wird die ganze Frucht (mit Schale); nur der Stielansatz wird weggeschnitten. In südamerikanischen Ländern findet auch die gelbe Zucchiniblüte in vielen Gerichten Verwendung. Die Verarbeitungsmöglichkeiten für Zucchini sind vielfältig: in Risotto oder Aufläufen ist das Gemüse sehr beliebt; darüber hinaus können Sie Zucchinischnitzel parnieren oder Zucchinikuchen backen. Kleine Früchte können auch roh verzehrt werden.

Lagerung/Konservierung; Zucchini lassen sich nur schlecht lagern. Besser können sie per Milchsäuregärung aufbewahrt werden. Zum Einlegen in Essig wird dieser zu etwa einem Drittel mit Wasser sowie mit Gewürzen  gemischt und aufgekocht und mit dem Zucchini in Gläsern gefüllt. Diese wreden abgedeckt. Am nächsten Tag sollten Sie die Flüssigkeit abgießen, erneut aufkochen und kochendheiß über die Zucchini gießen. Die Gläser müssen dann sofort verschlossen werden. Zucchini eignen sich auch gut zum Trocken. Dafür werden in etwa 1 cm dicke Scheiben oder Würfel geschnitten und nebeneinander auf Siebe gelegt. Später kann man sie dann mit Kräutersalz oder Paprika bestreuen und als Chips essen.

Rezept:

Zucchinikuchen:
3 Eier
2 Tassen Zucker
1 Pck. Vanillezucker
1 Tasse Sonnenblumenöl
1 Tasse gemahlene Nüsse
1 gestrichener TL Zimt

3 Tassen Mehl
1 Pck. Backpulver
3 Tassen Zucchini grob geraspelt

Eier verrühren; Zucker, Vanillezucker und Öl hinzufügen und erneut verrühren. Nüsse, Zimt, Mehl und Backpulver unterheben; Zucchini hinzufügen. Bei 175°C ca. 50 Minuten backen; danach weitere 10 Minuten im Ofen lassen.

 

Zuckermais

Zuckermais (Zea mays Saccharata)  

Anbau: Zuckermais sollte im Freien im Mai ausgesät werden. Zur Aussaat werden die Körner 3-4 cm tief in den Boden gelegt. Da Zuckermais auf Windbestäubung angewiesen ist, sollte er nie als Einzelpflanze gesät werden da er ansonsten keinen Kolbenansatz bilden.  Voraussetzung  für ein kräftiges Wachstum ist ein sonniger Platz, dann erscheinen im Juli getrenntgeschlechtliche Blüten, nach deren Bestäubung die Kolben gebildet werden. Während dieser Phase benötigt Mais eine gute Wasserversorgung.

Ernte: Jede Pflanze erbringt zwei bis drei Kolben, mit den meist goldgelben Körnern. Die Ernte sollte erfolgen, wenn sich die heraushängenden Fäden an der Kolbenspitze langsam braun verfärben. Wenn man zu lange mit der Ernte wartet sinkt der Zuckergehalt in den Körnern und sie beginnen einzuschrumpfen.

Inhaltsstoffe: Zuckermais enthält relativ viel Vitamin B, Magnssium, Phosphor und Zink. 

 Lagerung/ Konservierung: Lagert man die Kolben über mehrere Tage, muss man starke Geschmackseinbußen hinnehmen, da der Zuckergehalt rasch abnimmt. Es ist daher empfohlen, den Zuckermais möglichst rasch zu verbrauchen. Die Körner können sie in Essig einlegen oder aber auch gefrieren. So ergeben sie einen knackigen Gemüsevorrat für den Winter. 

Zwiebel

Zwiebel (Allium cepa)

Anbau: Zwiebel können von März bis Mai sowohl gesät, als auch in Form von Steckzwiebel gepflanzt werden. Im jungen Stadium muss bei den Säzwiebeln vermehrt Unkraut gejätet und sie müssen eventuell auch auf 4 cm  vereinzelt werden, bei den Steckzwiebeln können diese schon im erwünschten Endbestand von 4-8 cm gesteckt werden. Ab Juli können die größten Zwiebeln geerntet werden und mit dem Laub als Bundzwiebeln gegessen werden. Im August beginnt das Zwiebellaub einzutrocken, dann sollte man die Zwiebel ernten.

Inhaltsstoffe: Zwiebeln enthalten verschiedene Sekundäre Pflanzenstoffe: Flavonoide und Phenolsäuren, die zu den Polyphenolen gezählt werden, Saponine und Sulfide, wie das Allicin, die das scharfe Aroma verleihen.

Verarbeitung: Die Verarbeitungsmöglichkeiten für Zwiebeln sind äußerst vielfältig. Sie dienen als Grundlage für viele Gerichte. Zur Vorbereitung werden die Würzelchen abgeschnitten und die äußeren, getrockneten Häute entfernt. Frische Stängel können mitverwendet werden. In der Pfanne sollten Zwiebeln nur leicht angebraten werden, bis die glasig sind.

Lagerung/Konservierung: Am wichtigsten bei der Lagerung von Zwiebeln ist die trockene, luftige und frostfreie Umgebung. Sie sollten auf dem Beet lange vorgetrocknet sein, so dass die Stängel richtig dürr sind. Ernten Sie die restlichen Zwiebeln an einem trockenen Tag. Noch heute ist es verbreitet, die Zwiebeln zu Zöpfen, zu flechten und aufzuhängen. Nach der Ernte sollten sie einige Tage trocknen, bevor sie auf diese oder andere Weise (beispielsweise in Netzen) gelagert werden. Auch per Milchsäuregärung lassen sie sich aufbewahren. Zwiebeln lassen sich zudem in Scheiben geschnitten trocken und sind dann eine gute Würze.

Besonderheiten: Der Saft der Zwiebel wirkt schleimlösend und ist daher ein sehr gutes Mittel bei Erkältungskrankheiten. Kleingehackte Zwiebeln, die in ein Stofftaschentuch eingebunden und - beispielsweise unter einem Stirnband - aufs Ohr gelegt werden, können sehr wirksam bei Mittelohrentzündungen eingesetzt werden. Zwiebelschalen werden darüber hinaus gerne zu Ostern eingesetzt, weil sich mit ihnen die Eier in einem schönen rotbraunen Ton färben lassen.

Rezepte:

Zwiebeltee bei Erkältungskrankheiten/Keuchhusten
250 g Zwiebeln
1 l Wasser

Die geschälten Zwiebeln in das siedende Wasser geben und 10 Minuten ziehen lassen. Den Absud mit Honig süßen und täglich 2 Tassen trinken.

Zwiebel- Apfel- Topf
500 g Zwiebeln 

500 g Äpfel
2 EL Zitronensaft
100 ml süße Sahne
100 ml Milch
Salz
50 g Bergkäse

Die Zwiebeln werden in feine Ringe, die Äpfel in feine Schnitze geschnitten. Apfelschnitze mit Zitronensaft beträufeln, mischen und mit den Zwiebeln schichtweise in einem gut gebutterten Topf geben. Sahne, Milch und Salz vermischen, über das Apfel-Zwiebel-Gemisch gießen, mit einem Deckel gut verschließen und bei kleiner Hitze 30-40 Minuten schmorren. Den Käse reiben und vor dem Servieren darüber streuen. Zu diesem Gericht passen Blutwurst und Salzkartoffeln.